Zutat:Salbei

aus dem Rezepte-Wiki (rezeptewiki.org)

Wechseln zu: Navigation, Suche
Salbei
Salbei
100 g frischer Salbei enthalten:
Brennwert: 224 kJ / 53 kcal
Fett: 1,9 g
Kohlenhydrate: 7,1 g
Eiweiß: 1,9 g
Cholesterin: 0 mg
Ballaststoffe: keine Angabe
Rezepte, die diese Zutat verwenden
Rote Salbeiblätter
Rote Salbeiblätter

Salbei ist eine Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Der Name (lat. salvare = heilen) bezieht sich aber auch auf den für Küche und Medizin wichtigen Gewürzsalbei (Salvia officinalis). Die meist länglichen, samtig-pelzigen Blätter des stark verzweigten 40 bis 80 cm hohen Strauches sind je nach Salbeisorte graugrün bis silbergrün, purpurviolett bis purpurgrau, gelbgrün oder mehrfarbig. Die meist blau-violetten, manchmal auch weißen oder rosafarbenen Blüten erscheinen ab Ende Mai und können auch mitverwendet werden. Die Gattung ist weltweit verbreitet und umfasst mehr als 920 Arten.

[Bearbeiten] Systematik (auf die Küche bezogen)

[Bearbeiten] Geschmack und Aroma

  • Der Salbei hat einen ausgeprägten würzigbitteren Geschmack und hat einen kräftigaromatischen, herbholzigen und kühlen Duft. Getrockneter Salbei würzt stärker als frischer (sehr vorsichtig dosieren).

[Bearbeiten] Verwendung

  • Salbei würzt Kräuteressige und -öle. Salbei passt zu Tomatengerichten, Pasta und Pizza, sparsam sehr fein geschnitten zu Salatdressings, in Marinaden, Saucen und Dips, zu Hülsenfrüchten, zu Quark, zu Frischkäse und zu schweren, fetten Speisen. Das volle Salbeiaroma entwickelt sich erst beim Anbraten in Fett oder in einem längeren Garprozeß.
  • Klassische Verwendung in der Küche findet Salbei mit Kalbfleisch, Leber oder mit Aal. Er passt aber auch sehr gut zu mediterranen Gerichten aller Art, insbesondere zu Geflügel, Schwein oder Lamm sowie zu Pastagerichten, Gebackenem, Eierspeisen und Gemüse.
  • Kombinieren kann man Salbei mit intensiven mediterranen Kräutern wie Knoblauch, Rosmarin, Chili und Zwiebeln. Kräuter und Gewürze mit feinem Aroma werden allerdings durch Salbei förmlich erschlagen.
  • Salbei verträgt im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern lange Garzeiten, Backen oder Braten im heißen Fett, ohne dabei seinen Geschmack einzubüßen.
  • Das wohl bekannteste Gericht unter Verwendung von Salbei ist Kalbsschnitzel mit Salbei.

[Bearbeiten] Lagerung

  • An einem kühlen, dunklen Ort oder Eisschrank, können frische Sabeiblätter einige Tage in einem Frischhaltebeutel aufbewahrt werden.
  • An einem kühlen Ort, hält sich getrockneter Salbei über mehrere Monate in einer dunklen, luftdicht verschließbaren Dose oder Glas.

[Bearbeiten] Naturheilkunde

  • Durch den hohen Anteil ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. So wird der Heilsalbei (S. officinalis) als Küchengewürz verwendet und auch in der Heilkunde, etwa bei Halsschmerzen als Tee. Chia ist eine alte Nutzpflanze der Azteken und war vorübergehend als Nutzpflanze fast völlig in Vergessenheit geraten. Andere Arten (z.B. S. divinorum) enthalten halluzinogene Stoffe, die von manchen ebenfalls genutzt werden. Der in Deutschland verbreitete Wiesen-Salbei enthält kaum ätherische Öle und wird deswegen nicht genutzt.

[Bearbeiten] Weitere Nährwerttabelle

100 g getrockneter Salbei enthalten:
Brennwert: 1387 kJ / 331 kcal
Fett: 12,7 g
Kohlenhydrate: 43,0 g
Eiweiß: 11,0 g
Cholesterin 0 mg
Ballaststoffe 18,1 g

[Bearbeiten] Mengenangaben

  • x[–y] Bd Salbei
  • x[–y] Msp|EL|TL|g Salbei

[Bearbeiten] Siehe auch

Persönliche Werkzeuge