Zutat:Ei

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Ei
Ei
100 g Vollei enthalten:
Brennwert: 651 kJ / 156 kcal
Fett: 12,8 g
Kohlenhydrate: 0,7 g
Eiweiß: 12,8 g
Cholesterin: 395 mg
Ballaststoffe: 0,0 mg
Rezepte, die diese Zutat verwenden

Mit Ei ist gemeinhin ein Hühnerei, also das Ei des Haushuhns gemeint. Es gibt allerdings auch andere Vogeleier, die in der Küche Verwendung finden, wie etwa Eier von

  • Gänsen
  • Wachteln
  • Puten
  • Fasanen und Rebhühnern
  • Enten
  • Perlhühnern
  • Möwen
  • Zwerghühnern
  • Straußen
  • Emus

Eier kaufen

Auf Haltungsform achten

Wenn Sie aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt die billigsten Eier kaufen müssen, empfiehlt sich der Kauf von Eiern der Haltungsform 0 oder 1, der auf den Eiern angebrachte Code beginnt also mit einer der beiden Ziffern. Mit dieser Entscheidung helfen Sie mit, die Haltung von Hühnern langfristig zu verbessern.

Entfernung des Erzeugerbetriebs

  • Staat: Wenn Sie dazu noch darauf achten (können), dass die Eier aus dem Land kommen, in dem Sie sich aufhalten, helfen Sie mit, unnötige Transporte zu vermeiden. Der Code enthält dann z.B. "DE", wenn die Eier aus Deutschland stammen.
  • Bundesland: Bestenfalls richten Sie sich auch noch nach den beiden ersten Stellen des Codes, die anzeigen, ob die Eierproduktionsstätte (der Erzeugerbetrieb) in Ihrem Bundesland liegt und somit die Transportkosten noch geringer ausfallen: Hier finden Sie die Ländercodes.

Größenwahl

  • Frühstückseier dürfen den Gewichtsklassen L und XL angehören, also schwerer als 62 g sein.
  • Eier, die in Gerichten Verwendung finden, können leichter sein und so den Geldbeutel schonen.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Achten Sie auf das MHD: Ist es auf der Verpackung angegeben, so muss es auch auf den Eiern stehen. Es sollte nicht später als 21 Tage nach dem Legedatum sein. Dieses Datum findet sich oft auch auf der Verpackung. Diese beiden Angaben erfolgen jedoch freiwillig durch die Erzeugerbetriebe.

Kaputte Eier

Verpackungen öffnen! Sind defekte Eier dabei, so melden Sie dies dem Verkaufspersonal, nicht wieder zurück ins Regal stellen. Gut "erzogenes" Personal fragt Sie an der Kasse, ob Sie die Packung kontrolliert haben und öffnet diese bei einem Nein.

Kauf beim Erzeugerbetrieb oder in der dörflichen Umgebung

Eier dieser Herkunftsart sind meist nicht gestempelt. Bei allem Vertrauen in die Verkaufsstelle sollten Sie die Frischeprüfung machen: Legen Sie die Eier in kaltes Salzwasser und beobachten Sie das Verhalten: Eier, die zu Boden sinken und sich auf die Seite legen, sind recht frisch, weil die Luftblase im Ei klein, also der restliche Inhalt noch vollständig ist. Eier, die mit dem stumpfen Ende nach oben schwimmen, sind älteren Datums: Die Flüssigkeit im Inneren des Eies, die auch aus Wasser besteht, ist schon z.T. durch die poröse Schale verdunstet, und der Ausgleich erfolgt durch "Einsaugen" von Luft an der stumpfen Ende des Eies.

Spätestens beim Aufschlagen des Eies lässt sich eine Frischekontrolle durchführen: Je älter das Ei ist, desto mehr verliert der Dotter seine kugelige Form. Das Eiklar verliert mit zunehmendem Alter an Spannung, hält den Dotter nicht mehr so kugelig, fließt auseinander und wird wässrig. Bei einem sehr frischen Ei hingegen sieht das Eiklar wolkig aus und hängt dicht am Dotter.

Dennoch: Wenn das Ei keine deutlichen Spuren (Geruch!) einer Überalterung aufweist, ist es für Kochzwecke durchaus noch verwendbar. Ein höflicher Hinweis beim nächsten Einkauf wird vermutlich dafür sorgen, dass eine solche Panne nicht mehr passiert.

Eier aufbewahren

Eier sofort nach dem Einkauf mit dem stumpfen Ende mit der Luftkammer nach oben in den Kühlschrank geben. Nicht neben stark riechende Lebensmittel legen.

Eier verarbeiten

Eier sind ein sehr guter Nährboden für Keime, deshalb ist bei der Verarbeitung höchste Hygiene geboten, vor allem wenn rohe Eier Verwendung finden. Besonders gefürchtet sind Salmonellen. Da die Keime immer auf der Schale sind, kann man mit wenigen Schritten Ansteckungen vermeiden:

  • Eier mit klarem kalten Wasser abwaschen.
  • Schalen immer direkt in den Müll (den Komposthaufen oder in die Biotonne), nirgends länger ablegen.
  • Nach dem Aufschlagen die Hände waschen.
  • Messer und andere Werkzeuge, die mit der Schale oder der Verpackung in Berührung gekommen sind, abwaschen.

Kennzeichnungspflicht

In der EU existieren seit 2004 einheitlich Kennzeichnungen für Hühnereier, die zum Beispiel die Haltungsform, das Herkunftsland, das Bundesland und den Erzeugerbetrieb enthalten. Ein Ei mit der Kennzeichnung 1-DE-0234572 stammt aus Freilandhaltung des Hamburger Stalls mit der Nummer 34572. Am wichtigsten für die Verbraucher ist die erste Ziffer:

  • 0 = Freilandhaltung mit (zusätzlicher) Ernährung aus ökologischer Erzeugung.
  • 1 = Freilandhaltung – Pro Huhn müssen 4 m² Auslauffläche vorhanden sein. Näheres siehe unter Freilandhaltung bei Wikipedia.
  • 2 = Bodenhaltung – Pro Quadratmeter Stallfläche dürfen maximal 9 Hühner gehalten werden. Das entspricht einem Quadrat mit 33,33 cm Kantenlänge pro Huhn. Näheres siehe unter Bodenhaltung bei Wikipedia.
  • 3 = Kleingruppenhaltung (früher Käfighaltung) – Pro Henne müssen 800 cm² Fläche vorhanden sein. Das ist weniger als 30x30 cm. Maximal dürfen 60 Hühner auf eine Fläche von 2,19x2,19 m gehalten werden. Näheres siehe unter Kleingruppenhaltung bei Wikipedia.

Auf jedem Ei der Güteklasse A muss sich der Erzeugercode befinden.

Einteilung in Güte- und Gewichtsklassen

Güteklassen

  • Handelsklasse A – frische, hochwertige Eier mit unverletzter Schale mit einer Luftkammerhöhe bis zu 6 mm. Die Eier dürfen weder gewaschen noch anderweitig gereinigt, nicht haltbar gemacht oder gekühlt werden, die Schale muss dennoch sauber sein. Das Eiklar ist klar, durchsichtig, gallertartig und frei von fremden Einlagerungen jeder Art. Das Dotter ist frei von fremden Ein- oder Auflagerungen jeder Art. Der Keim ist nicht sichtbar entwickelt, das Ei ist frei von Fremdgeruch.
    Die meisten im Handel befindlichen Eier tragen die Güteklasse A.
  • Handelsklasse A mit Zusatzbezeichnung EXTRA – wie oben, aber mit einer Luftkammer weniger als 4 mm hoch. Die Bezeichnung mit EXTRA darf höchstens bis zum 9. Tag nach dem Legen bzw. höchstens bis zum 7. Tag nach der Verpackung verwendet werden.
  • Handelsklasse B – oder auch Eier „zweiter Qualität“. Die Schale kann verunreinigt sein, die Luftkammerhöhe kann bis zu 9 mm betragen. Eier der Güteklasse B sind nur für zugelassene Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie und Unternehmen der Nicht-Nahrungsmittelindustrie bestimmt und dürfen nicht im Handel verkauft werden.

Gewichtsklassen (seit 1996)

Es gibt 4 Gewichtsklassen der Güteklasse A:

  • XL (sehr groß) 73 g und darüber
  • L (groß) 73–63 g
  • M (mittel) 63–53 g
  • S (klein) 53 g und darunter

In der Küche zum Kochen und Backen nimmt man, wenn im Rezept nicht anders verlangt, Eier der Güteklasse A aus der Gewichtsklasse mittel also "medium" bzw. Gewichtsklasse "M" .

Näheres siehe unter Güteklasse bei Wikipedia.

Nährwertstoffe von Eiern

Nährwert eines Hühnereis von rund 60 g Gewicht (6 g Schalenanteil): 364 kJ (87 kcal)

Weitere Nährwerttabellen

100 g Flüssigeigelb enthalten:
Brennwert: 1459 kJ / 353 kcal
Fett: 31,9 g
Kohlenhydrate: 0,3 g
Eiweiß: 16,1 g
Cholesterin 1260 mg
Ballaststoffe keine Angabe
100 g Flüssigeiklar enthalten:
Brennwert: 202 kJ / 47 kcal
Fett: < 0,1 g
Kohlenhydrate: 0,7 g
Eiweiß: 11,1 g
Cholesterin keine Angabe
Ballaststoffe keine Angabe

Siehe auch

Externe Links

Andere Ausgaben
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