Kategorie:Weinanbaugebiet in Italien
Weinanbaugebiete in Italien werden einfach durch die politische Gliederung des Landes bestimmt. Eine Aufteilung in Weinanbaugebiete wie beispielsweise in Deutschland oder in Frankreich gibt es nicht. Das liegt auch daran, dass Weinbau in fast ganz Italien betrieben wird. Dennoch ist die Unterteilung sehr sinnvoll, denn die Weine sind durchaus unterschiedlich und haben ganz viele Ausprägungen.
Nach den 1950er und 1960er Jahren, als man im Zuge des erwachenden Massentourismus ebenso auf Massenproduktion von Weinen setzte, die möglichst schnell in den Handel mussten, liegt heute ein Weinland vor uns, das sich wieder auf alte Anbautraditionen und Kelterungsmethoden besinnt und das die individuelle Qualität des Weins im Vordergrund sieht. Hinzu kommt die neue Technik in den Weinkellern, die dem Verbraucher eine nie dagewesene Vielfalt an hervorragenden Weinen des schon zu Vergils Zeiten für seine Weine bekannten Landes ermöglicht.
Inhaltsverzeichnis |
Rebsorten
Die wichtigsten Rebsorten sind Nebbiolo, Sangiovese, Montepulciano, Aglianico, Fiano, Garganega und Verdicchio.
- Siehe auch: Rebsorten in Italien
Regionen
Die Regionen sind (von Nord nach Süd):
- Trentino-Südtirol
- Lombardei
- Aostatal
- Piemont
- Friaul-Julisch-Venetien
- Venetien
- Emilia-Romagna
- Ligurien
- Toskana
- Marken
- Umbrien
- Latium
- Abruzzen
- Molise
- Kampanien
- Apulien
- Basilikata
- Kalabrien
- Sardinien
- Sizilien
In den letzten dreißig Jahren hat sich der Weinanbau in Italien stark verändert. Bis in die 1870er Jahre war er sehr von der Tradition geprägt. Reine Weinberge gab es selten, Wein wurde zwischen Oliven- und Obstbäumen angebaut. Heute sind die Weinberge Monokulturen, in denen die einzelnen Rebsorten getrennt voneinander angebaut werden. Bei der Lese werden die Rebsorten nicht mehr gemischt, sondern getrennt, also "sortenrein" verarbeitet.
Auch die Weiterverarbeitung wurde modernisiert. Die Weine gären heute unter ständiger Temperaturkontrolle. Es ist gar nicht so einfach, in einem Land mit so heißen Sommern, den Wein in Ruhe gären zu lassen.
All diese Veränderungen führten zu einem deutlichen Qualitätsanstieg des italienischen Weins seit den 1970er Jahren. Begonnen hatte dieses Phänomen in der Toskana, von wo es sich rasant ausbreitete.
Heute hat der italienische Wein einen hervorragenden Ruf und erfüllt meistens die in ihn gesetzten Erwartungen. Italienische Weine werden nicht mehr nur zu Gerichten in italienischen Restaurants serviert, sondern auch in anderen Restaurants mit wachsendem Erfolg.
Italien ist der größte Weinproduzent der Welt. Dabei wird ein großer Teil in Massenproduktionen erzeugt, die zu einfachen Tafelweinen (Vino da tavola) verarbeitet werden. Diese Weine stehen in derart großen Mengen zur Verfügung, dass man aus ihen sogar durch Destillieren Industriealkohol gewinnt. Die Anbaugebiete dieser Weine werden auch nicht auf dem Etikett zu finden sein. Sie werden in Süditalien angebaut, Apulien, Latium, Sizilien und Veneto sind diese Anbaugebiete.
Demgegenüber stehen die Weine, die in Weinanbaugebieten hergestellt werden, in denen die Qualität der Weine überprüft wird und die dafür ein Gütesiegel bekommen. Man kann diese Weine vergleichen mit dem Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) in Deutschland.
Diese Anbaugebiete setzen dem einfachen Tafelwein hochwertige Weine entgegen. Dazu hat man vier Qualitätssiegel geschaffen: Den Vino da Tavola, den IGT, den italienischen Landwein, DOC-Wein und den DOCG-Wein. Diese werden unter festgelegten Bedingungen hergestellt, es gibt Mengenbegrenzungen. Der Winzer ist also gezwungen, auf Qualität zu achten.
Weinanbaugebiete
Geografische Unterteilung
Da fast überall in Italien Wein produziert wird, ist es sinnvoll, die Anbaugebiete erst mal nach der politischen Gliederung einzuteilen, sonst wird es zu schnell unübersichtlich. Es gibt nämlich sehr, sehr viele Weinanbaugebiete. Viele sind weltbekannt und vielen lassen sich bestimmte Weinsorten Italiens sehr schön zuordnen. Das macht einen bei der Auswahl des Weines zu einem bestimmten Gericht sicherer, weil man den Wein auch durchaus nach seiner Herkunft aussuchen kann. Siehe auch Der Aspekt der Herkunft.
- Aostatal
- Piemont
- Lombardei
- Ligurien
- Südtirol
- Trentino
- Venetien
- Friaul
- Emilia Romagna
- Toskana
- Marken
- Umbrien
- Latium
- Abruzzen
- Molise
- Kampanien
- Basilikata
- Apulien
- Kalabrien
- Sizilien
- Sardinien
Hier schon einmal vorab ein paar Weine aus Italien:
- Aglianico del Vulture, Alto Adige, Barbaresco, Barbera, Bardolino, Barolo, Calabria, Campania, Carmignano, Chianti, Chianti Classico, Chianti Rufina, Cirò, Franciacorta, Frascati, Friuli, Gattinara, Gavi, Ghemme, Montalcino, Montefalco, Montefiascone, Montepulciano, Morellino, Orvieto, Piemont, Puglia, Roero, Rosso Conero, Rosso Piceno, San Gimignano, Sardegna, Sicilia, Soave, Taurasi, Torgiano, Trentino, Valpolicella, Verdicchio,
- Die wichtigsten Rebsorten in Italien.
- Italienisches Weinrecht.
- Weinqualitäten in Italien:
Siehe auch
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